CiB kapitel 2

GOTT IST HIER & JETZT ERFAHRBAR!

Das RAUMBEWUSSTSEIN umfasst alle Ebe­nen des Seins und ist trotz sei­ner unfass­ba­ren Größe para­do­xer­weise DU – Dein WAHRES SELBST! Somit gibt es in Wahr­heit kein Innen oder Außen, kein ich und die ande­ren, son­dern nur die­ses EINE BEWUSSTSEIN, WELCHES JEDEN AUGENBLICK DURCH ALLE AUGEN BLICKT und selbst das kleinste Staub­korn beseelt!

Das RAUMBEWUSSTSEIN ist für den mensch­li­chen Ver­stand jedoch nicht greif­bar, denn von sei­ner Warte aus gese­hen ist der Raum ein Nichts. Des­halb ist es auch schwie­rig, das Wesen des Rau­mes zu ver­ste­hen oder es in Worte zu fassen.

Aus die­sem Grund kön­nen uns die Worte hier ledig­lich als eine Art WEGWEISER die­nen, die auf ein gemein­sa­mes Ziel, auf das RAUMBEWUSSTSEIN hin­deu­ten, wel­ches aber nicht über begriff­lich logi­sches DENKEN, son­dern nur über SIMPLES FÜHLEN & SEIN erreicht wer­den kann.

Ja, Du hast rich­tig gele­sen – Du kannst den leben­di­gen Raum in Dir füh­len, er ist in jedem Augen­blick in jeder Dei­ner Zel­len als sub­ti­les, hoch­fre­quen­tes Vibrie­ren spür­bar, sobald Du Deine Auf­merk­sam­keit in den Kör­per lenkst! Und die selige Ruhe, die davon aus­geht, ist als tie­fer inne­rer Frie­den erfahr­bar, und zwar ohne gro­ßen spi­ri­tu­el­len Hokuspokus!

Du musst hier­für nicht zehn Stun­den lang im Schnei­der­sitz eine weiße Wand anstar­ren, von selbst ernann­ten Meis­tern eine Ein­wei­hung emp­fan­gen, und Du musst auch nicht alles hin­ter Dir las­sen, Dich von der Welt abschot­ten oder einem Guru fol­gen – vie­les davon ist abso­lu­ter Hum­bug und der Rest Schnee von ges­tern. Heute weht ein ande­rer kos­mi­scher Wind, der es uns erlaubt, unmit­tel­bar mit dem uni­ver­sel­len Sein in Kon­takt zu tre­ten, und vor allem auch: IN KONTAKT ZU BLEIBEN!

Mit der fol­gen­den klei­nen Übung könn­test Du Dei­ner spi­ri­tu­el­len Suche bereits hier und jetzt ein Ende set­zen — mehr ist zur Bewusst­wer­dung tat­säch­lich nicht not­wen­dig, auch wenn so man­che externe Hilfs­mit­tel (spi­ri­tu­elle Tech­ni­ken, Bücher, Leh­rer, Satsangs, Retre­ats etc.) die­sen Pro­zess noch beschleu­ni­gen und ver­tie­fen können.

Schließe für einen klei­nen Moment Deine Augen, lenke Deine Auf­merk­sam­keit in Deine Hände und ver­su­che dabei, diese von innen her zu füh­len — tue dies bitte JETZT!

Spürst Du das Krib­beln in Dei­nen Hän­den? Mit etwas Übung kannst Du es im gan­zen Kör­per füh­len. Die­ses unschein­bare Krib­beln BIST DU, REINE AUFMERKSAMKEIT, LEBENSENERGIE (Chi), die die­sen Kör­per beseelt und am Leben erhält!

AUFMERKSAMKEIT ist die Brü­cke vom GROBSTOFFLICHEN hin zur FORMLOSEN BEWUSSTSEINSDIMENSION. Sie ist damit untrenn­bar mit der UNIVERSELLEN INTELLIGENZ, mit dem uns durch­drin­gen­den und uns umge­ben­den RAUMBEWUSSTSEIN ver­bun­den, wel­ches unsere Erfah­rungs­welt über­haupt erst mög­lich macht!

Es war nicht Dein Ver­stand, der die­sen Kör­per erschaf­fen hat und nun all seine auto­no­men Funk­tio­nen steu­ert. Müss­test Du allein an das Atmen den­ken, wür­dest Du beim nächs­ten gedank­li­chen Aus­flug rela­tiv schnell das Zeit­li­che seg­nen. Nein, es ist die­ses unschein­bare, sub­tile und den­noch fühl­bare BEWUSSTSEINSFELD, wel­ches als reine, NATÜRLICHE INTELLIGENZ im stil­len Hin­ter­grund wirkt.

Diese BEWUSSTSEINSENERGIE ist es auch, die Dein SEINSGEFÜHL oder genauer, das ICH-BIN-GEFÜHL in Dir aus­macht, bevor Dein Ver­stand sich mel­det und meint: „Ich bin die­ses und mache jenes.“

Diese Ener­gie ist immer prä­sent in Dir, nur wird der Groß­teil fast zur Gänze von der Ver­stan­des­ma­schi­ne­rie ver­ein­nahmt. Du kannst aber mehr davon in Dei­nen Kör­per zie­hen und sie län­ger als nur für einen Augen­blick füh­len, wenn Du Dich bestän­dig darin übst, immer tie­fer in das KÖRPERGEFÜHL einzutauchen.

Dann ist LICHT IM MENSCHEN DES LICHTS bzw. der MEISTER IM HAUS! Nur ist die­ses fühl­bare BEWUSSTSEINSLICHT anfangs so sub­til und die Kon­di­tio­nie­rung, Dich mit dem Ver­stand unmit­tel­bar zu iden­ti­fi­zie­ren, sobald er hoch­fährt, so stark inter­na­li­siert, dass schon der kleinste Gedanke genügt, Dich sofort wie­der aus die­sem BEWUSSTEN ZUSTAND zu reißen.

Indem der Ver­stand meist nicht nur einen Gedan­ken gene­riert, son­dern gleich ganze Gedan­ken­sal­ven abfeu­ert – die zur Selbst­er­hal­tung Emo­tio­nen erzeu­gen, wel­che wie­derum die Gedan­ken anfa­chen, sodass sie so zu kon­ti­nu­ier­li­chen, meist repe­ti­ti­ven Gedan­ken­gän­gen aus­ar­ten – zieht er Dir fast die gesamte Auf­merk­sam­keit vom Kör­per ab, womit Du sämt­li­che kin­äs­the­ti­schen Emp­fin­dun­gen, Dein Bauch­ge­fühl, Deine Ver­bin­dung mit Dir selbst verlierst.

Du wirst dann sprich­wört­lich zum Ver­stan­des– bzw. Kopf­men­schen, wel­cher sich getrennt von allem und jedem wahr­nimmt. Dann ist Deine gesamte Auf­merk­sam­keit in Gedan­ken, Emo­tio­nen und auch in psy­cho­lo­gi­sche Zeit ver­strickt, d. h. ein per­ma­nen­tes Sor­gen oder Hof­fen bezüg­lich zukünf­ti­ger Ereig­nisse, oder ein krampf­haf­tes Fest­hal­ten und Trau­ern an Vergangenem.

Auf diese Weise wird der Ver­stand unbe­wusst mit so viel Auf­merk­sam­keit aus­ge­stat­tet, dass er pro­blem­los ein Eigen­le­ben füh­ren und vor­ge­ben kann, DU ZU SEIN. So ent­steht das ver­gäng­li­che EGO, ein KÜNSTLICHES VERSTANDESKONSTRUKT, wel­ches das EINE SELBST in Dir entzweit.

Du iden­ti­fi­zierst Dich dann der­ma­ßen mit Dei­nem Den­ken und Han­deln sowie mit der dar­aus resul­tie­ren­den Lebens­si­tua­tion, die über die Zeit hin­weg zu Dei­ner Lebens­ge­schichte wird und mit der Du Dich in der Regel noch mehr iden­ti­fi­zierst, dass Du jeg­li­chen Sinn für Dein ZEITLOSES, WAHRES WESEN ver­lierst. Du bist dann DEINE LEBENSGESCHICHTE, sprich: VERGANGENHEIT!

Du siehst dann Dein gesam­tes Leben fast aus­schließ­lich durch die Augen der Ver­gan­gen­heit und pro­ji­zierst diese auch noch in die Zukunft, indem Du Letz­tere anhand Dei­ner ver­gan­ge­nen Erfah­run­gen ein­schätzt. So bist Du zu einem illu­sio­nä­ren ZEITWESEN gewor­den, wel­ches hin­sicht­lich sei­ner Ver­voll­komm­nung hoff­nungs­voll nach der Zukunft strebt, sich tief im Inne­ren jedoch gleich­zei­tig davor fürch­tet, weil Zukunft für es frü­her oder spä­ter auch den siche­ren TOD bedeutet.

Jedoch das EINE JETZT, dort wo sich ALLES LEBEN abspielt, wird vom EGO grund­sätz­lich negiert, und ledig­lich als Mit­tel zum Zweck miss­braucht, um in die Erfül­lung ver­hei­ßende Zukunft zu gelangen.

Im JETZT fühlt sich das EGO alles andere als wohl, weil ein bewuss­tes Sein in der GEGENWART eine Rück­ver­bin­dung mit dem WAHREN SELBST und damit den vor­zei­ti­gen TOD DES EGOs bedin­gen würde. Daher ist der gegen­wär­tige Moment für das Ego immer ein Feind, dem es stets aus­zu­wei­chen gilt! Anstatt sich mit ihm anzu­freun­den, um einen fried­vol­len ÜBERGANG in eine völ­lig neue DASEINSFORM zu ermög­li­chen, flüch­tet es lie­ber in die ILLUSORISCHE ZEIT und begibt sich frei­wil­lig zurück in das Gefäng­nis der Ver­gan­gen­heit vol­ler Kum­mer und Leid, um unbe­wusst oder bewusst noch mehr davon zu schaffen.

Eigent­lich ein­fach zu erken­nen, warum das Ego sich in einer solch zer­fah­re­nen Situa­tion befin­det! Und auch, warum es ihm durch­ge­hend an etwas sehr Essen­zi­el­lem feh­len muss, selbst wenn sämt­li­che Bedürf­nisse an der Ober­flä­che sei­nes Daseins gestillt sein mögen.

Der unbe­wusste Mensch sucht stets im AUSSEN nach sich selbst, wo alles der Ver­än­de­rung und dem Ver­fall unter­le­gen ist, anstatt sei­nen Blick nach INNEN auf das erfahr­bare EWIGE LEBEN zu rich­ten und UNIVERSELLEN FRIEDEN zu finden.

CiB3: verstand, ego & universelles selbst

CiB4: leid in frieden verwandeln

CiB5: wo immer du bist, sei voll präsent (bewusstwerdungstechniken)

CiB6: den göttlichen samen erblühen lassen

auch als audio-book

„Spirituelles Wissen sollte man nicht studieren.
Es ist ein Wissen, das vom Zuhören kommt.
Wenn der Zuhörer es hört und annimmt,
dann funkt etwas in ihm.“
(Sri Nisargadatta Maharaj)

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