CiB kapitel 5

WO IMMER DU BIST, SEI VOLL PRÄSENT

Anhal­ten­des GLÜCK kann nicht gefun­den wer­den, solange der Fokus der Auf­merk­sam­keit auf den VERGÄNGLICHEN INHALT des Rau­mes, auf die FORMEN, die er stän­dig annimmt, gelenkt ist. Viel­mehr ist es der RAUM selbst, in wel­chem EWIGER FRIEDE und damit WAHRES GLÜCK zu fin­den ist!

In den vor­an­ge­gan­ge­nen Kapi­teln wurde schon aus­führ­li­cher über das KÖRPERFÜHLEN als einer der direk­tes­ten ZUGÄNGE INS JETZT berich­tet. In die­sem Kapi­tel wer­den wir noch wei­tere prak­ti­sche METHODEN ken­nen­ler­nen, die es uns leicht und ohne gro­ßen Zeit­auf­wand ermög­li­chen, sich im JETZT ZU VERANKERN und den Zustand der GEGENWÄRTIGKEIT AUFRECHTZUERHALTEN.

Zunächst wol­len wir aber noch das Kör­per­füh­len, als wohl das wir­kungs­vollste Bewusst­wer­dungs­in­stru­ment, noch etwas genauer unter die Lupe nehmen.

a) KÖRPERFÜHLEN

Das Kör­per­füh­len sollte nicht als Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Kör­per miss­in­ter­pre­tiert wer­den. Du bist zwar im Moment ein unmit­tel­ba­rer AUSDRUCK DES GÖTTLICHEN in Form eines mensch­li­chen Kör­pers, d. h., DU BIST DER KÖRPER, denn er ist aus Dir her­vor­ge­gan­gen! Doch die­ser „Sach­ver­halt“ ist nur rela­tiv und nicht abso­lut wahr! Denn wie alle For­men, ver­geht eines Tages auch der Kör­per. Du aller­dings bleibst nach dem phy­si­schen Tod als ein umfas­sen­des SEINSGEFÜHL beste­hen und bist von die­ser abso­lu­ten Warte aus betrach­tet, NICHT DER VERGÄNGLICHE KÖRPER, son­dern das UNSTERBLICHE SELBST!

Das EGO hin­ge­gen iden­ti­fi­ziert sich aus­schließ­lich mit dem Kör­per, da es ein Pro­dukt des Kör­per­ver­stan­des ist. Es ver­sucht stets mit auf­dring­li­chen Gedan­ken und Emo­tio­nen, Deine Auf­merk­sam­keit für sich zu gewin­nen, um so sein SCHEINDASEIN zu sichern. Denn letzt­lich lebt das Ego von Dei­ner Bewusst­sein­s­en­er­gie, die Du ihm durch die unbe­wusste Iden­ti­fi­ka­tion mit des­sen Gedan­ken und Emo­tio­nen stän­dig zur Ver­fü­gung stellst. Und solange dies geschieht, glaubst Du auch, nur der Kör­per zu sein!

All dies hin­dert uns aber nicht daran, den Kör­per bewusst dafür zu nut­zen, in das fühl­bare Bewusst­seins­feld, wel­ches wir in Wahr­heit sind, ein­zu­tau­chen. Die­ses Feld ist gefüllt mit einer äußerst leben­di­gen und intel­li­gen­ten Ener­gie, die unse­ren Kör­per durch­dringt, am Leben erhält und weit dar­über hinausreicht!

Indem Du tief in den Kör­per hin­ein­fühlst, ziehst Du Deine Auf­merk­sam­keit von Denk­in­hal­ten sowie Emo­tio­nen ab und zen­trierst Dich im JETZT. Hier­für genügt es zunächst, Deine Augen zu schlie­ßen und Deine Hände und Füße von innen her zu füh­len (denn die sind am leich­tes­ten zu füh­len), um von dort aus nach und nach die Auf­merk­sam­keit auf den gesam­ten Kör­per auszudehnen.

Du wirst mit­un­ter sofort bemer­ken, wie der Gedan­ken­lärm nach­lässt und wie Du inner­lich ruhig wirst, wäh­rend die Kraft Dei­ner Auf­merk­sam­keit spür­bar Deine Kör­per­zel­len ener­ge­ti­siert, wel­che dar­auf­hin freu­dig zu schwin­gen begin­nen. So wird der Kör­per all­mäh­lich auf eine höhere Ener­gie­ebene geho­ben und dabei tran­szen­diert. D. h., er wird durch­läs­sig für das RAUMBEWUSSTSEIN, wel­ches Du in Wahr­heit bist.

Anfangs fühlst Du dabei noch recht deut­lich Deine Kör­per­gren­zen. Aber je höher Deine Phy­sis zu schwin­gen beginnt, umso mehr begin­nen diese inne­ren Gren­zen zu ver­schwim­men und es bil­det sich ein umfas­sen­des RAUMGEFÜHL in Dir. Du wirst zu einem EINHEITLICHEN BEWUSSTSEINSFELD, wel­ches sich gren­zen­los, fried­voll und äußerst leben­dig anfühlt. Du bist dann ÜBER DEN KÖRPER HINAUSGEGANGEN, auch wenn Du ihn immer noch beseelst!

Mit etwas Übung stellt sich die beschrie­bene Erfah­rung, die auch als eine EINHEITSERFAHRUNG bezeich­net wer­den kann, schon recht bald ein und ist weit weni­ger spek­ta­ku­lär, als es zunächst klin­gen mag.

Wir ver­las­sen den Kör­per nicht, wie es bei einer außer­kör­per­li­chen Erfah­rung (OOBE) oder wäh­rend dem Pro­zess des Ster­bens der Fall ist. Auch gehen wir nicht in Form einer Licht­ex­plo­sion in das Raum­be­wusst­sein über, wenn­gleich einige dabei innere Licht­emp­fin­dun­gen haben mögen. Erstaun­li­cher­weise fühlt sich die­ser Übergang sehr natür­lich und ver­traut an!

Jedoch ist eine sol­che EINHEITSERFAHRUNG zu Beginn eher von kur­zer Dauer und nur in einem geschütz­ten Umfeld mög­lich, wo keine Stör­fak­to­ren von außen auf Dich ein­wir­ken kön­nen. Doch mit der Zeit wird es immer leich­ter für Dich, län­ger im gren­zen­lo­sen Raum­be­wusst­sein zu ver­wei­len und schließ­lich diese Ver­bin­dung auch im All­tag herzustellen.

Bis dahin genügt es für den Anfang, nur den Kör­per von innen her zu füh­len – am bes­ten abends vor dem Ein­schla­fen, was für einen rege­ne­ra­ti­ven Schlaf sor­gen wird, und mor­gens direkt nach dem Auf­wa­chen, um für den kom­men­den All­tag ener­ge­tisch gerüs­tet zu sein.

Die­ses Kör­per­füh­len ver­setzt Dich schließ­lich in die Lage, Bewusst­heit in Deine Erfah­rungs­welt zu brin­gen, und hilft Dir dabei, mit Dei­nem WAHREN WESEN durch­wegs ver­bun­den zu bleiben.

Wenn Du Deine Auf­merk­sam­keit zur Gänze in Dei­nem Kör­per behältst, bist Du weit­ge­hend vom übli­chen Gedan­ken­lärm und den damit ein­her­ge­hen­den Emo­tio­nen befreit – was bleibt, ist eine wache Bewusst­heit, inne­rer Frie­den und Lebensfreude!

b) BEWUSSTES ATMEN

Mach es Dir zur Gewohn­heit, immer mit einem BEWUSSTEN ATEMZUG sanft in den Kör­per hin­ein­zu­glei­ten. Spüre, wie die Luft in Deine Lun­gen ein– und wie­der aus­strömt und sich dabei Bauch und Brust­korb aus­deh­nen und lang­sam wie­der zusam­men­zie­hen. Bist Du am Tot­punkt des Aus­at­mens ange­kom­men, dann ver­weile dort für ein paar Sekun­den und spüre tief in Dei­nen Kör­per hin­ein. In die­ser Zeit atmest und denkst Du nicht, und den­noch BIST DU – REINES BEWUSSTSEIN!

Ist Deine Umge­bung sehr ruhig, so kannst Du in die­sen stil­len Sekun­den des Nichtat­mens sehr deut­lich Dei­nen Herz­schlag wahr­neh­men. Lenke dabei Deine Auf­merk­sam­keit auf die Pau­sen zwi­schen den Herz­schlä­gen und gehe Puls für Puls tie­fer und tie­fer in das Füh­len des Kör­pers hin­ein, bevor der Impuls zum Wie­der­ein­at­men kommt.

Dann lasse den Atem von selbst wei­ter­lau­fen, ohne ihn wil­lent­lich zu beein­flus­sen. Er ist dann nicht etwas, das Du tust, son­dern er geschieht ein­fach, und Du bist des­sen Zeuge. Nimm auch hier beson­ders die Pau­sen zwi­schen dem Ein– u. Aus­at­men wahr und fühle den stil­len Frie­den, der darin ver­bor­gen liegt!

Ist Dein Umfeld hin­ge­gen recht hek­tisch, dann halte kurz inne und mache drei bewusste Atem­züge, um mit jedem Aus­at­men Deine Auf­merk­sam­keit mehr im Kör­per zu ver­an­kern. Das wird Dir hel­fen, für eine gewisse Zeit zen­triert zu blei­ben und es schützt Dich vor den nega­ti­ven Kraft­fel­dern ande­rer, die Du jedoch ehest­mög­lich ver­las­sen solltest.

All­ge­mein ist das BEWUSSTE ATMEN eine sehr kraft­volle Methode, um aus der Ver­stan­des­ma­schi­ne­rie aus­zu­stei­gen und einen BEWUSSTEN RAUM in sich zu schaf­fen. Sie lässt sich leicht in Dei­nem All­tag inte­grie­ren und kos­test Dich nur ein paar Sekun­den an Zeit — ein paar Sekun­den, die Deine gesamte Erfah­rungs­welt deut­lich erhel­len können!

c) BEWUSSTES WAHRNEHMEN

Eine wei­tere Mög­lich­keit, die Dir Dein Kör­per zum Schaf­fen von RAUMBEWUSSTSEIN bie­tet, besteht darin, Dich auf Deine 5 WAHRNEHMUNGSKANÄLE zu besinnen!

STILLE HÖREN

Die Stille ist untrenn­bar mit der Quelle allen Seins ver­bun­den und damit die urei­genste Qua­li­tät Dei­nes WAHREN WESENS. So zählt auch STILLE HÖREN, neben dem KÖRPERFÜHLEN und dem BEWUSSTEN ATMEN, zu den kraft­volls­ten Medi­ta­tio­nen, die uns zur BEWUSSTWERDUNG zur Ver­fü­gung stehen.

Richte immer wie­der im Laufe des All­tags Deine Auf­merk­sam­keit auf die stil­len Momente, die sich lau­fend um Dich herum erge­ben, oder die Du bewusst in Dir schaffst. Du kannst gleich jetzt damit begin­nen, indem Du zum Bei­spiel die Lücken zwi­schen den Wor­ten wahr­nimmst, die sich nach einem „Bei– oder Gedan­ken­strich“ erge­ben, oder indem Du Dich auf die stil­len Pau­sen zwi­schen dem Ein– u. Aus­at­men konzentrierst.

Egal ob Du Deine Auf­merk­sam­keit nun auf die äußere oder innere Stille lenkst, auto­ma­tisch nimmt die Ver­stan­destä­tig­keit ab und Dein Bewusst­seins­zu­stand ver­än­dert sich von selbst, wenn auch zu Beginn nur unmerk­lich. Je län­ger Du in gedan­ken­freier Stille ver­har­ren kannst, umso eher wirst Du den sub­ti­len Frie­den, der aus der Stille in Dir auf­stei­gen wird, wahr­neh­men und genie­ßen können.

Ver­stummt die Stimme in Dei­nem Kopf, so wirst Du in der Stille erken­nen kön­nen, dass hin­ter der Fas­sade unse­res Ober­flä­chen­da­seins eine Har­mo­nie exis­tiert, eine voll­kom­mene Ord­nung, in der alles gut und recht ist, so wie es ist.

HÖREN ALLGEMEIN

Kon­zen­triere Dich im Laufe des All­tags immer wie­der voll und ganz auf den Hör­sinn. Lau­sche und fühle in den Raum hin­ein. Inter­pre­tiere nicht, was Du hörst, son­dern bleibe mit der Auf­merk­sam­keit voll und ganz bei dem, was Du hörst. Sei die stille Wach­sam­keit, die ein­fach nur wahrnimmt.

Nimm eine Zeit lang das Vogel­ge­zwit­scher, das Hin­ter­grund­rau­schen der Stadt, Deine Atem­ge­räu­sche, das sub­tile Pfei­fen in der Mitte Dei­nes Kop­fes oder das Pochen Dei­ner Herz­schläge wahr.

Sollte das Tele­fon läu­ten, dann heb nicht sofort ab, son­dern warte ein wenig und nimm die Pau­sen zwi­schen dem Läu­ten wahr. Wenn Du schließ­lich abhebst, wird Dein Ver­stand kla­rer und fri­scher sein!

Oder wenn Du mit einem Men­schen zusam­men bist, hör ihm füh­lend mit jeder Zelle Dei­nes Kör­pers zu, wenn er mit Dir spricht, ohne dabei im Gedan­ken schon vor­weg­zu­neh­men, was Du ihm gleich dar­auf ant­wor­ten wirst. Ver­traue dar­auf, dass die pas­sen­den Worte zum rich­ti­gen Zeit­punkt in Dir auf­stei­gen wer­den – denn fest im JETZT ver­an­kert bist es nicht Du als Per­son, die da ant­wor­tet, son­dern es ist Deine HÖHERE INTELLIGENZ!

SEHEN

Alles, was Du in Dei­nem Bewusst­seins­feld betrach­test, wird Dir in einem neuen Licht erschei­nen, wenn Du eine wei­tere Kom­po­nente des Sehens hin­zu­fügst, näm­lich das Füh­len – FÜHLEN IST GEISTIGES SEHEN!

Wenn Du Dinge füh­lend beob­ach­test, wird sich Dir in der Stille, die unmit­tel­bar dar­auf folgt, das WAHRE WESEN der Dinge offen­ba­ren und sie wer­den Dir wie­derum Dein EIGENES WESEN spie­geln. Mit­un­ter kannst Du die ESSENZ DER DINGE sogar leicht flim­mern sehen und eine tiefe VERBUNDENHEIT damit füh­len, und dies auch bei schein­bar leb­lo­sen Objekten!

FÜHLEN ALS BEWUSSTE INNENSCHAU

Frage Dich unter­tags immer wie­der: »Wie fühle ich mich gerade in die­sem Moment?«, und spüre nach innen. Gibt es ver­steckte Wider­stände oder ungute Gefühle in Dir?

Wenn ja, halte kurz inne und „rei­nige Dei­nen Tem­pel“, indem Du all Deine Auf­merk­sam­keit in den Kör­per lenkst und solange darin ver­weilst, bis sich wie­der KLARHEIT und FRIEDEN in Dir einstellen.

Dann gehe wie­der Dei­nen all­täg­li­chen Ver­rich­tun­gen nach, behalte aber immer noch einen guten Teil Dei­ner Auf­merk­sam­keit im Kör­per als eine Art WÄCHTER DEINES INNEREN FRIEDENS.

Du wirst erstaunt fest­stel­len, dass alles viel ein­fa­cher von der Hand geht, und auch, dass Dir das AUSSEN sehr viel mehr ent­ge­gen­kommt, als es mit ver­steck­ter Nega­ti­vi­tät in Dir der Fall wäre.

Das all­täg­li­che Leben wird so um eini­ges leichter!

RIECHEN, SCHMECKEN & FÜHLEN

Mache Dir mög­lichst jeden Hand­griff bewusst. Fühle beim Hän­de­wa­schen die Tem­pe­ra­tur und das Flie­ßen des Was­sers und rie­che den Duft der Seife.

Schätze, schme­cke und genieße Deine Mahl­zei­ten, nimm Dir wirk­lich Zeit dafür.

Gehe bewusst Schritt für Schritt die Stiege hoch oder run­ter und spüre Dei­nen Kör­per von innen her, wie er sich dabei anfühlt.

Deine 5 SINNE kön­nen Dir auf viel­fäl­tigste Art und Weise behilf­lich sein, durch­ge­hend prä­sent zu blei­ben – NÜTZE SIE für Deine Bewusst­wer­dung und SEI WIEDER „VÖLLIG BEI SINNEN“!

d) AUF RAUMWAHRNEHMUNG UMSCHALTEN

Es war Ein­stein, der einst meinte, dass unsere Wahr­neh­mung der Welt eine opti­sche Täu­schung sei. In Wirk­lich­keit exis­tiere nur Ener­gie, die in uns und um uns herum sich in Form von unzäh­li­gen, sich gegen­sei­tig anzie­hen­den, absto­ßen­den, ver­bin­den­den oder aus­lö­schen­den Par­ti­keln lau­fend manifestiert.

Unser Gehirn jedoch fil­tert diese sog. QUANTENFLUKTUATIONEN her­aus und lässt nur noch ein bestimm­tes Wahr­neh­mungs­spek­trum zu, in wel­chem uns bestimmte Anord­nun­gen von Ato­men und Mole­kü­len als solide Objekte erschei­nen, obwohl diese in Wahr­heit zu 99,9% aus schein­ba­rem Nichts, oder eben nur aus die­sen Quan­ten­fluk­tua­tio­nen bestehen.

Hast Du schon mal bei län­ge­rem Blick in den Him­mel ein sub­ti­les Ener­gie­ge­wu­sel vor Dei­nen Augen fest­stel­len kön­nen? Gele­gent­lich ein Auf­blit­zen, wenn zwei Par­ti­kel mit­ein­an­der kollidieren?

Nun, auch wenn uns Medi­zi­ner klar­ma­chen wol­len, dies sei auf Ner­ven­ak­ti­vi­tä­ten im Augen­hin­ter­grund zurück­zu­füh­ren, han­delt es sich in Wahr­heit um diese fluk­tu­ie­ren­den Quan­ten­par­ti­kel. Und jeder, der mal LSD pro­biert hat, weiß, wovon ich spreche!

Dies ist nun keine Auf­for­de­rung, hal­lu­zi­no­gene Dro­gen zu neh­men, um ener­gie­sich­tig zu wer­den. Im Zustand der abso­lu­ten Gegen­wär­tig­keit stellt sich die­ses SUBTILE FLIMMERN rings um jede Form für gewöhn­lich ganz von selbst ein, auch um schein­bar leb­lose Objekte. Denn ALLES IST BESEELT – alles besitzt und strahlt BEWUSSTSEIN aus, wie wir gleich zu Beginn die­ses Kur­ses erfah­ren haben.

Bei RAUMENERGIE han­delt es sich aber nicht nur um Ener­gie aus kon­ven­tio­nel­ler Sicht, son­dern sie ist die MATRIX ALLEN SEINS! RAUMENERGIE ist BEWUSSTE ENERGIE, die unsere ERFAHRUNGSWELT lau­fend erschafft und auf­recht­er­hält! Sie ist es auch, die unse­ren Kör­per und unser Gehirn erschaf­fen hat, wobei Dein Kör­per eine Art LINSE dar­stellt, die RAUMENERGIE bün­delt und so die ERFAHRUNG eines INDIVIDUELLEN BEWUSSTSEINS ermöglicht.

Das GEHIRN fil­tert für die MENSCHLICHE ERFAHRUNG nur jene DINGE her­aus, die für unser all­täg­li­ches LEBEN rele­vant sind. Wür­den alle uns umge­ben­den Infor­ma­tio­nen unge­fil­tert auf uns ein­pras­seln, wür­den wir ver­mut­lich ori­en­tie­rungs­los her­um­tau­meln, ver­ängs­tigt in der Ecke kau­ern oder schlicht und ergrei­fend „den Kör­per verlassen“.

Den­noch ist es uns mög­lich, unsere Wahr­neh­mung auf diese RAUMENERGIE aus­zu­rich­ten, um sie in wei­te­rer Folge als unsere tat­säch­li­che Essenz, als unser RAUMBEWUSSTSEIN zu erken­nen und dar­aus unsere SELBSTIDENTITÄT zu beziehen.

Wir kön­nen ler­nen, unsere Wahr­neh­mung umzu­schal­ten, indem wir uns ganz ein­fach vor­stel­len, nur der RAUM zu sein. Unser KÖRPER kann sich dabei an jedem belie­bi­gen Punkt im RAUM befin­den, ob er sich dabei sehr schnell oder gar nicht bewegt ist völ­lig egal, er wird lau­fend über die kör­per­ei­ge­nen ENERGIEZENTREN (Cha­kren) mit RAUMENERGIE und allen not­wen­di­gen INFORMATIONEN ver­sorgt. Der Kör­per schwimmt quasi im RAUMBEWUSSTSEIN, wie ein Fisch im Wasser.

Diese Vor­stel­lung allein bewirkt schon eine spür­bare BEWUSSTSEINSVERÄNDERUNG. Du kannst aber in Kom­bi­na­tion mit dem KÖRPERFÜHLEN über Dei­nen Kör­per hin­aus– und direkt IN DEN RAUM HINEINGEHEN, wobei die emp­fun­dene INNERE WEITE in Wahr­heit die WEITE DES RAUMES ist!

Und wie bereits an ande­rer Stelle erwähnt, ist daran nichts son­der­lich spek­ta­ku­lär. Es fühlt sich sehr natür­lich an und muss nicht zwin­gend mit Ener­gie­sich­tig­keit oder Ähnli­chem ein­her­ge­hen, obwohl dies gesche­hen kann.

Sobald Du in UNBEWUSSTHEIT abrutschst, die­ses aber erkennst und Deine Wahr­neh­mung gleich wie­der auf den RAUM aus­rich­test, wirst Du bemer­ken, wie sich Dein Bewusst­seins­zu­stand sofort wie­der auf­hellt! DIE AUSRICHTUNG AUF DEN RAUM BRINGT BALANCE UND WAHRE ORIENTIERUNG IN DEIN LEBEN!

e) ANNEHMEN-WAS-IST

Alles anzu­neh­men, wie es ist, bedeu­tet kei­nen inne­ren Wider­stand, also keine Nega­ti­vi­tät zu erzeu­gen, gegen, dass was ist. Denn die Tota­li­tät des Seins – die­ser eine Augen­blick – ist nun mal, wie er ist. Die unmit­tel­bare ANNAHME DES SO-SEINS bringt Dich augen­blick­lich in Deine Mitte, in das JETZT!

Sich gegen das zu stel­len, was ist, ist hin­ge­gen haus­ge­mach­ter Schmerz und ändert nicht viel an der uner­wünsch­ten (inne­ren oder äuße­ren) Situa­tion. Im Gegen­teil: viel­mehr hält der Wider­stand sol­che Situa­tio­nen auf­recht oder ver­schlim­mert diese noch, wobei das innere, von Grund auf fried– u. lie­be­volle Wesen in uns, durch nega­tive Gedan­ken und Emo­tio­nen ver­schmutzt und voll­ends über­la­gert wird.

Umso mehr scheint es die Lieb­lings­be­schäf­ti­gung des Ego zu sein, mit der Außen­welt zu kon­kur­rie­ren, sich damit zu ver­glei­chen, wobei es sich selbst ent­we­der über Bege­ben­hei­ten, Dinge und Men­schen stellt, oder indem es sich dadurch unter­le­gen bzw. min­der­wer­tig fühlt. Wie auch immer, Haupt­sa­che es ent­steht in irgend­ei­ner Form Nega­ti­vi­tät und Tren­nung, denn nur hier­durch kann sich das Ego defi­nie­ren. Doch es ist die Annahme der inne­ren und äuße­ren Bege­ben­hei­ten, die uns wie­der mit der SEINSENERGIE der QUELLE verbindet!

ALLES ANNEHMEN BEDEUTET NICHT, ZU ALLEM UNEINGESCHRÄNKT JA ZU SAGEN!

Man darf Dinge, die sich gegen das Leben rich­ten, ruhig beim Namen ­nen­nen, dafür sen­si­bi­li­sie­ren bzw. ein Bewusst­sein schaffen.

Den­noch soll­ten wir dabei nicht in die­selbe Kerbe schla­gen, wie es der­zeit viele AUFKLÄRUNGSBEWEGUNGEN tun, indem wir mit dem Fin­ger auf into­le­rante, macht­be­ses­sene, ego­is­ti­sche Men­schen zei­gen und diese öffent­lich an den Pran­ger stellen.

Sie sind es näm­lich, die durch ihr UNBEWUSSTES HANDELN der­ma­ßen viel LEID über uns brin­gen, dass wir schließ­lich regel­recht dazu gezwun­gen sind, ZU ERWACHEN – sie erfül­len ledig­lich ihre Auf­gabe in die­ser Welt der pola­ren Gegen­sätze – wobei das GESETZ DES KAR­MAs schon für den gerech­ten Aus­gleich sor­gen wird, dass soll nicht unsere Ange­le­gen­heit sein.

Dies ist keine Ver­ant­wor­tungs­ab­gabe oder Beschö­ni­gung, son­dern Teil der Rea­li­tät des ALTEN BEWUSSTSEINSZUSTANDES, der nun sei­nem unaus­weich­li­chen Ende ent­ge­gen­läuft, weil wir uns eben­die­ser beschrie­be­nen Tat­säch­lich­keit bewusst wer­den!

Wir wer­den uns bewusst, dass es unser gegen­wär­ti­ger BEWUSSTSEINSZUSTAND ist, aus dem her­aus UNSERE WELT entsteht!

Daher ist jetzt viel­mehr eine FRIEDVOLLE ®EVOLUTION ange­sagt, die dadurch gekenn­zeich­net ist, dass wir selbst zu jener VERÄNDERUNG wer­den, die wir IM AUSSEN SEHEN WOLLEN, wie es einst schon ein Mahatma Gan­dhi fol­ge­rich­tig formulierte.

Wenn wir jedoch mit Nega­ti­vi­tät auf Nega­ti­vi­tät rea­gie­ren, dre­hen wir uns nur im Kreis und geben dem, gegen das wir kämp­fen, neue Ener­gie! Daher noch mal: WIR KÄMPFEN GEGEN NICHTS!

Wol­len wir wirk­lich eine lebens­wer­tere Rich­tung IM AUSSEN vor­ge­ben, so liegt es an uns, zunächst mal KLARHEIT UND FRIEDEN IN UNSEREM INNEREN zu schaf­fen! Dies scheint schon ein gutes Stück schwie­ri­ger zu sein, als mit dem Fin­ger auf offen­sicht­lich böse Men­schen zu zei­gen und sich selbst dabei bes­ser zu fühlen.

Aber der Schein trügt, denn jede WAHRE VERÄNDERUNG beginnt mit der ein­fa­chen Ent­schei­dung, BEWUSSTHEIT in die­sen einen AUGENBLICK zu bringen!

Wenn wir stets VERANTWORTUNG FÜR UNSER INNERES in die­sem Moment über­neh­men, d. h. keine innere Ver­schmut­zung mehr durch Nega­ti­vi­tät zulas­sen und somit die Ver­bin­dung zu unse­rer natür­li­chen Intel­li­genz wie­der­her­stel­len bzw. auf­recht­er­hal­ten, dann über­nimmt diese über kurz oder lang das Ruder in unse­rem Leben und wir wer­den ganz von selbst zu LEBENDEN VORBILDERN, die LICHT IN DIESE WELT BRINGEN!

Es ist uns mög­lich, ganz ohne Nega­ti­vi­tät in uns zu erzeu­gen, auf offen­sicht­li­che Miss­stände hin­zu­wei­sen! Aber wir hüten uns davor, diese zu bekämp­fen. Statt­des­sen suchen wir nach den ent­spre­chen­den Lösungs­mög­lich­kei­ten, wobei der erste Schritt darin besteht, zunächst mal Bewusst­heit in das eigene Leben zu brin­gen. Der Rest folgt dann von selbst!

Alles anzu­neh­men bedeu­tet dem­nach nicht, dass wir gezwun­gen sind, zu allem JA zu sagen, um es jeden recht zu machen. Wir sind nicht hier, um einer offen­sicht­lich KRANKEN WELT zu gefal­len – wir sind hier, um sie auf die oben beschrie­bene Weise zu ver­än­dern und zu HEILEN!

Wenn Du von einer bestimm­ten Nah­rung weißt, dass sie Dir scha­det, isst Du dann trotz­dem davon, nur um den Gast­ge­ber oder den Koch nicht zu ent­täu­schen? Selbst­ver­ständ­lich nicht! In einem bewuss­ten Zustand wirst Du mit einer ehr­li­chen Begrün­dung dan­kend ableh­nen, ohne einen Hauch von Nega­ti­vi­tät im ande­ren oder in Dir selbst zu erzeugen!

Genauso musst Du Dir nicht das unbe­wusste mensch­li­che Trei­ben ein­ver­lei­ben, wel­ches dar­auf abzielt, Dei­nen und den inne­ren Frie­den ande­rer zu stö­ren. Wenn jemand sich in Dei­ner Nähe untrag­bar ver­hält, so kann man ihm das neu­tral ver­mit­teln, ohne sich emo­tio­nal auf (s)ein nega­ti­ves Ener­gie­ni­veau zu bege­ben. Wich­tig dabei ist, dass Du im Kör­per, im RAUMBEWUSSTSEIN ver­an­kert bleibst.

Oder man ent­schei­det sich schlicht und ergrei­fend dafür, gar nichts zu sagen und lässt augen­blick­lich von der Unbe­wusst­heit die­ser Per­son los – als hätte uns ledig­lich ein klei­ner, völ­lig unbe­deu­ten­der Wind­stoß erfasst. Damit erreichst Du oft mehr an wach­rüt­teln­der Erkennt­nis im Gegen­über, als wenn Du zusätz­lich „Ben­zin ins Feuer gießt” und damit nicht nur Dein Ego stärkst.

ANNEHMEN HAT AUCH NICHTS MIT AUFGEBEN ZU TUN!

Wenn Du im Sumpf fest­steckst, dann gehst Du nicht „voll prä­sent“ darin unter, son­dern Du wirst selbst­ver­ständ­lich alles daran set­zen, Dich aus dem Sumpf zu befreien, bevor es zu spät ist.

Genauso gehst Du auch mit einer unan­ge­neh­men Lebens­si­tua­tion um. Du wirst alles daran set­zen, um wie­der aus einer miss­li­chen Lage her­aus­zu­kom­men, sofern eine Mög­lich­keit dazu besteht.

Zuvor soll­test Du aber die Situa­tion voll und ganz akzep­tie­ren, sie inner­lich anneh­men, denn so schaffst Du RAUM FÜR BEWUSSTHEIT, inner­halb derer Du die nöti­gen Lösungs­mög­lich­kei­ten „emp­fan­gen“ kannst. Und dann wer­den die not­wen­di­gen Schritte wider­stands­los durch­ge­führt, wohl wis­send, dass jeder Schritt bereits das Heil in sich trägt.

f) NÜTZE BEZIEHUNGEN ZUR BEWUSSTWERDUNG

Im stillen Kämmerlein, in der freien Natur oder auch im Zusammensein mit Gleichgesinnten (z. B. in Meditationsgruppen, Retreats oder Ashrams), wird es Dir schon recht bald gelingen, die ERFAHRUNG REINER GEGENWÄRTIGKEIT herzustellen und auch eine Zeit lang zu halten.

Und dies ist zu Beginn Deiner BEWUSSTWERDUNG auch vollkommen in Ordnung so. Aber sieh zu, dass Du diese auf Dauer nicht von ÄUSSEREN BEDINGUNGEN abhängig machst!

Denn solange Dir das GEGENWÄRTIGSEIN nur in einem geschützten Umfeld gelingt, gleichst Du einer GEWÄCHSHAUSPFLANZE, die noch stärker heranwachsen muss, um dem WIND DER UNBEWUSSTEN WELT, im Genaueren dem EINFLUSS ALLER UNBEWUSSTEN MENSCHEN, mit denen wir tagtäglich in intimen, freundschaftlichen, beruflichen oder anderen BEZIEHUNGEN verstrickt sind, standzuhalten. Doch wie wirst Du stärker?

DURCH EINE KOMBINATION AUS BEIDEM! Du übst im geschützten Umfeld und versuchst Dich zwischendurch an der Welt, indem Du ohne Ausnahme RAUM für Dich und Deine Mitmenschen schaffst. Und wie schaffst Du Raum?

INDEM DU EINFACH NUR BIST! Du verankerst Dich im Jetzt und schaffst damit einen BEWUSSTSEINSRAUM, von dem aus Du Dein GEGENÜBER so wahrnehmen kannst, wie er oder sie nun mal ist. So wird es Dir möglich, hinter die äußere Fassade Deines Mitmenschen zu schauen, und Du wirst jene BEWUSSTE ESSENZ, die Deine SEELE ausmacht, auch in ihm erkennen.

Und sollte Dein Verstand das Gegenüber immer noch sofort bewerten und dessen Verhalten oder Worte interpretieren, so schenkst Du diesen unreflektierten Gedanken (Vorurteilen und alten Überzeugungen) keinen Glauben mehr, auch wenn sie berechtigt zu sein scheinen. Sondern Du fühlst stattdessen die von ihnen ausgelösten Emotionen in Dir und bleibst dabei im Jetzt zentriert. So ladest Du einen jeden ein, in Dein friedvolles und alles annehmende BEWUSSTSEINSFELD einzutauchen!

Viele werden sich ungemein wohl in Deiner Gegenwart fühlen, weil sie unbewusst oder bewusst mitbekommen, dass sie bei Dir einfach so sein dürfen, wie sie sind. Dies ist die GRUNDLAGE FÜR JEDE ECHTE BEZIEHUNG in Deinem Leben – das ist gelebte BEDINGUNGSLOSE LIEBE!

Du wirst jedoch auch feststellen, dass Menschen, die generell ANGST VOR ECHTEN BEZIEHUNGEN haben – und das sind im Moment noch sehr viele – Dir deshalb unbewusst oder bewusst ausweichen oder Dir sogar den Rücken kehren.

Oder Du verlässt sie, weil Du die unechten Beziehungen in Deinem Leben zu erkennen beginnst, Dich jedoch immer mehr nach echten Beziehungen sehnst.

Es kann folglich durchaus sein, dass sich aufgrund Deiner BEWUSSTWERDUNG Dein bestehendes Beziehungsgefüge komplett umkrempeln wird, und das ist für Deine spirituelle Entwicklung sehr wichtig! LASSE JEDE VERÄNDERUNG ZU, HALTE DICH AN NIEMANDEN FEST! Nicht mal an Dir selbst …

g) HAB KEINE BEZIEHUNG M. DIR SELBST – SEI DU SELBST

Die meisten Menschen haben neben allen möglichen Beziehungen mit anderen, vor allem eine Beziehung mit sich selbst. In dieser hassen sie sich selbst oder sie lieben sich selbst, wie auch immer, sie sind nur in den seltensten Fällen EINS mit sich selbst.

Denn solange da jemand ist, der sich selbst bewertet und sich dafür ablehnt oder schätzt, solange sind da zwei in einem, nämlich das bewertende KLEINE ICH und das bewertete WAHRE ICH (Selbst), das einfach so ist, wie es ist.

Und wie Du aus diesem KLEINEN-ICH-DASEIN aussteigen kannst, weißt Du ja mittlerweile. Solltest Du Dir noch nicht so sicher sein, dann lese Dir wiederholt die Punkte a) bis g) in diesem Kapitel in aller Ruhe durch!

CiB6: den göttlichen samen erblühen lassen

CiB1: evokation: raum, zeit & jetzt

CiB2: gott ist hier & jetzt erfahrbar

CiB3: verstand, ego & universelles selbst

CiB4: leid in frieden verwandeln

auch als audio-book

„Spirituelles Wissen sollte man nicht studieren.
Es ist ein Wissen, das vom Zuhören kommt.
Wenn der Zuhörer es hört und annimmt,
dann funkt etwas in ihm.“
(Sri Nisargadatta Maharaj)

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