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EGO & UNIVERSELLE INTELLIGENZ

Der VERSTAND ist eigent­lich ein wun­der­vol­les, uni­ver­sel­les INSTRUMENT des gött­li­chen Bewusst­seins. Doch solange Du mit dem DENKER im Ver­stand, mit dem EGO iden­ti­fi­ziert bist, solange hat der VERSTAND Dich im Griff, anstatt Du Dein schöp­fe­ri­sches Werkzeug!

 

ENTSTEHUNG DES EGOs

Schon im frü­hen Klein­kind­al­ter, etwa in der Zeit, wo das Kind sei­nen Namen zu ler­nen und sich damit zu iden­ti­fi­zie­ren beginnt, wird es all­mäh­lich aus der GANZHEIT DES SEINS her­aus­ge­löst und die Erfah­rung der GETRENNTHEIT tritt an deren Stelle. Und immer dann, wenn das Kind Getrennt­heit erfährt, simu­liert das Gehirn ein EGO.

Zu den Haupt­funk­tio­nen des Egos zäh­len neben der Fähig­keit zur Selbst­re­fle­xion, vor allem die Funk­tio­nen der Selbst­er­hal­tung und des Selbst­schut­zes, die sich wie­derum am Prin­zip der Lust­ge­win­nung und Schmerz­ver­mei­dung ori­en­tie­ren. Darin ist auch der uni­ver­selle Sinn und Zweck des NATÜRLICHEN EGOs zu fin­den. D. h., eine psy­chisch gesunde Per­son ist mit einem natür­li­chen Ego aus­ge­stat­tet, wel­ches sich ver­ein­facht aus­ge­drückt, nur um das leib­li­che und psy­chi­sche Wohl der Per­son küm­mert und es im Not­fall auch ver­tei­digt. Mehr aber auch nicht!

Im wei­te­ren Ver­lauf der Bewusst­seins­ent­wick­lung wird das natür­li­che Ego­sys­tem über Erzie­hung und den ver­schie­de­nen Stu­fen gesell­schaft­li­cher Sozia­li­sa­tion, zu einem kom­ple­xen und über­na­tür­li­chen Gedan­ken­ge­bäude, zum EGOVERSTAND auf­ge­bla­sen, der schließ­lich die Vor­herr­schaft im Indi­vi­duum über­nimmt. Das ist die Geburt des UNNATÜRLICHEN EGOs – ein Sta­dium in der Ent­wick­lung des mensch­li­chen Bewussteins, wel­ches v.a. durch Leid und Schmerz gekenn­zeich­net ist!

Im Fol­gen­den wird die­ses UNNATÜRLICHE EGO ein­fach nur als „EGO“, oder auch als „KLEINES ICH“ bezeich­net, wobei das KLEINE ICH im Genaue­ren für das MIT DEM EGOVERSTAND IDENTIFIZIERTE BEWUSSTSEIN steht – für die UNERWACHTE PERSON!

Das im Ego­ver­stand „gefan­gene Bewusst­sein“ – das KLEINE ICH – ist voll­kom­men in Gedan­ken und damit in Zeit ver­lo­ren und fühlt sich per­ma­nent unvoll­stän­dig sowie ver­letz­lich. Sein gesam­tes Stre­ben scheint auf die Suche nach Ganz­heit und Sicher­heit aus­ge­rich­tet zu sein, kann aber bei­des nicht fin­den – zumin­dest nicht dau­er­haft. Denn sobald ein Ziel erreicht oder ein Bedürf­nis befrie­digt wurde, stellt sich kurz dar­auf wie­der das beun­ru­hi­gende Gefühl ein, dass „irgend­et­was fehlt“, um end­lich ganz und im Frie­den sein zu können.

Um aber wirk­li­che GANZHEIT her­bei­füh­ren zu kön­nen, muss sich der EGOISCHE URGEDANKE DER TRENNUNG in Dir zuvor auf­lö­sen, der Dich im ENDLOS-SUCHMODUS nach Dir selbst und damit im Griff des Egos gefan­gen hält!

 

UNNATÜRLICHES EGO & NATÜRLICHE INTELLIGENZ

Die hier lau­fend skiz­zierte Meta­pher der GEFANGENSCHAFT des Bewusst­seins im Ego­ver­stand ist dabei gar nicht so weit her­ge­holt, als es viel­leicht dem einen oder der ande­ren zunächst erschei­nen mag.

Laut dem letz­ten Erkennt­nis­stand der Neu­ro­wis­sen­schaf­ten wäre der unbe­wusste Mensch dem­nach … (mehr).

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