CiB 5

WO IMMER DU BIST, SEI VOLL PRÄSENT

Anhal­ten­des GLÜCK kann nicht gefun­den wer­den, solange der Fokus der Auf­merk­sam­keit auf den VERGÄNGLICHEN INHALT des Rau­mes, auf die FORMEN, die er stän­dig annimmt, gelenkt ist. Viel­mehr ist es der RAUM selbst, in wel­chem EWIGER FRIEDE und damit WAHRES GLÜCK zu fin­den ist!

In den vor­an­ge­gan­ge­nen Kapi­teln wurde schon aus­führ­li­cher über das KÖRPERFÜHLEN als einer der direk­tes­ten ZUGÄNGE INS JETZT berich­tet. In die­sem Kapi­tel wer­den wir noch wei­tere prak­ti­sche METHODEN ken­nen­ler­nen, die es uns leicht und ohne gro­ßen Zeit­auf­wand ermög­li­chen, sich im JETZT ZU VERANKERN und den Zustand der GEGENWÄRTIGKEIT AUFRECHTZUERHALTEN.

Zunächst wol­len wir aber noch das Kör­per­füh­len, als wohl das wir­kungs­vollste Bewusst­wer­dungs­in­stru­ment, noch etwas genauer unter die Lupe nehmen.

 

a) KÖRPERFÜHLEN

Das Kör­per­füh­len sollte nicht als Iden­ti­fi­ka­tion mit dem Kör­per miss­in­ter­pre­tiert wer­den. Du bist zwar im Moment ein unmit­tel­ba­rer AUSDRUCK DES GÖTTLICHEN in Form eines mensch­li­chen Kör­pers, d. h., DU BIST DER KÖRPER, denn er ist aus Dir her­vor­ge­gan­gen! Doch die­ser „Sach­ver­halt“ ist nur rela­tiv und nicht abso­lut wahr! Denn wie alle For­men, ver­geht eines Tages auch der Kör­per. Du aller­dings bleibst nach dem phy­si­schen Tod als ein umfas­sen­des SEINSGEFÜHL beste­hen und bist von die­ser abso­lu­ten Warte aus betrach­tet, NICHT DER VERGÄNGLICHE KÖRPER, son­dern das UNSTERBLICHE SELBST!

Das EGO hin­ge­gen iden­ti­fi­ziert sich aus­schließ­lich mit dem Kör­per, da es ein Pro­dukt des Kör­per­ver­stan­des ist. Es ver­sucht stets mit auf­dring­li­chen Gedan­ken und Emo­tio­nen, Deine Auf­merk­sam­keit für sich zu gewin­nen, um so sein SCHEINDASEIN zu sichern. Denn letzt­lich lebt das Ego von Dei­ner Bewusst­sein­s­en­er­gie, die Du ihm durch die unbe­wusste Iden­ti­fi­ka­tion mit des­sen Gedan­ken und Emo­tio­nen stän­dig zur Ver­fü­gung stellst. Und solange dies geschieht, glaubst Du auch, nur der Kör­per zu sein!

All dies hin­dert uns aber nicht daran, den Kör­per bewusst dafür zu nut­zen, in das fühl­bare Bewusst­seins­feld, wel­ches wir in Wahr­heit sind, ein­zu­tau­chen. Die­ses Feld ist gefüllt mit einer äußerst leben­di­gen und intel­li­gen­ten Ener­gie, die unse­ren Kör­per durch­dringt, am Leben erhält und weit dar­über hinausreicht!

Indem Du tief in den Kör­per hin­ein­fühlst, ziehst Du Deine Auf­merk­sam­keit von Denk­in­hal­ten sowie Emo­tio­nen ab und zen­trierst Dich im JETZT. Hier­für genügt es zunächst, Deine Augen zu schlie­ßen und Deine Hände und Füße von innen her zu füh­len (denn die sind am leich­tes­ten zu füh­len), um von dort aus nach und nach die Auf­merk­sam­keit auf den gesam­ten Kör­per auszudehnen.

Du wirst mit­un­ter sofort bemer­ken, wie der Gedan­ken­lärm nach­lässt und wie Du inner­lich ruhig wirst, wäh­rend die Kraft Dei­ner Auf­merk­sam­keit spür­bar Deine Kör­per­zel­len ener­ge­ti­siert, wel­che dar­auf­hin freu­dig zu schwin­gen begin­nen. So wird der Kör­per all­mäh­lich auf eine höhere Ener­gie­ebene geho­ben und dabei tran­szen­diert. D. h., er wird durch­läs­sig für das RAUMBEWUSSTSEIN, wel­ches Du in Wahr­heit bist.

Anfangs fühlst Du dabei noch recht deut­lich Deine Kör­per­gren­zen. Aber je höher Deine Phy­sis zu schwin­gen beginnt, umso mehr begin­nen diese inne­ren Gren­zen zu ver­schwim­men und es bil­det sich ein umfas­sen­des RAUMGEFÜHL in Dir. Du wirst zu einem EINHEITLICHEN BEWUSSTSEINSFELD, wel­ches sich gren­zen­los, fried­voll und äußerst leben­dig anfühlt. Du bist dann ÜBER DEN KÖRPER HINAUSGEGANGEN, auch wenn Du ihn immer noch beseelst!

Mit etwas Übung stellt sich die beschrie­bene Erfah­rung, die auch als eine EINHEITSERFAHRUNG bezeich­net wer­den kann, schon recht bald ein und ist weit weni­ger spek­ta­ku­lär, als es zunächst klin­gen mag.

Wir ver­las­sen den Kör­per nicht, wie es bei einer außer­kör­per­li­chen Erfah­rung (OOBE) oder wäh­rend dem Pro­zess des Ster­bens der Fall ist. Auch gehen wir nicht in Form einer Licht­ex­plo­sion in das Raum­be­wusst­sein über, wenn­gleich einige dabei innere Licht­emp­fin­dun­gen haben mögen. Erstaun­li­cher­weise fühlt sich die­ser Übergang sehr natür­lich und ver­traut an!

Jedoch ist eine sol­che EINHEITSERFAHRUNG zu Beginn eher von kur­zer Dauer und nur in einem geschütz­ten Umfeld mög­lich, wo keine Stör­fak­to­ren von außen auf Dich ein­wir­ken kön­nen. Doch mit der Zeit wird es immer leich­ter für Dich, län­ger im gren­zen­lo­sen Raum­be­wusst­sein zu ver­wei­len und schließ­lich diese Ver­bin­dung auch im All­tag herzustellen.

Bis dahin genügt es für den Anfang, nur den Kör­per von innen her zu füh­len – am bes­ten abends vor dem Ein­schla­fen, was für einen rege­ne­ra­ti­ven Schlaf sor­gen wird, und mor­gens direkt nach dem Auf­wa­chen, um für den kom­men­den All­tag ener­ge­tisch gerüs­tet zu sein.

Die­ses Kör­per­füh­len ver­setzt Dich schließ­lich in die Lage, Bewusst­heit in Deine Erfah­rungs­welt zu brin­gen, und hilft Dir dabei, mit Dei­nem WAHREN WESEN durch­wegs ver­bun­den zu bleiben.

Wenn Du Deine Auf­merk­sam­keit zur Gänze in Dei­nem Kör­per behältst, bist Du weit­ge­hend vom übli­chen Gedan­ken­lärm und den damit ein­her­ge­hen­den Emo­tio­nen befreit – was bleibt, ist eine wache Bewusst­heit, inne­rer Frie­den und Lebensfreude!

 

b) BEWUSSTES ATMEN

Mach es Dir zur Gewohn­heit, immer mit einem BEWUSSTEN ATEMZUG sanft in den Kör­per hin­ein­zu­glei­ten. Spüre, wie die Luft in Deine Lun­gen ein– und wie­der aus­strömt und sich dabei Bauch und Brust­korb aus­deh­nen und lang­sam wie­der zusam­men­zie­hen. Bist Du am Tot­punkt des Aus­at­mens ange­kom­men, dann ver­weile dort für ein paar Sekun­den und spüre tief in Dei­nen Kör­per hin­ein. In die­ser Zeit atmest und denkst Du nicht, und den­noch BIST DUREINES BEWUSSTSEIN!

Ist Deine Umge­bung sehr ruhig, so kannst Du in die­sen stil­len Sekun­den des Nichtat­mens sehr deut­lich Dei­nen Herz­schlag wahr­neh­men. Lenke dabei Deine Auf­merk­sam­keit auf die Pau­sen zwi­schen den Herz­schlä­gen und gehe Puls für Puls tie­fer und tie­fer in das Füh­len des Kör­pers hin­ein, bevor der Impuls zum Wie­der­ein­at­men kommt.

Dann lasse den Atem von selbst wei­ter­lau­fen, ohne ihn wil­lent­lich zu beein­flus­sen. Er ist dann nicht etwas, das Du tust, son­dern er geschieht ein­fach, und Du bist des­sen Zeuge. Nimm auch hier beson­ders die Pau­sen zwi­schen dem Ein– u. Aus­at­men wahr und fühle den stil­len Frie­den, der darin ver­bor­gen liegt!

Ist Dein Umfeld hin­ge­gen recht hek­tisch, dann halte kurz inne und mache drei bewusste Atem­züge, um mit jedem Aus­at­men Deine Auf­merk­sam­keit mehr im Kör­per zu ver­an­kern. Das wird Dir hel­fen, für eine gewisse Zeit zen­triert zu blei­ben und es schützt Dich vor den nega­ti­ven Kraft­fel­dern ande­rer, die Du jedoch ehest­mög­lich ver­las­sen solltest.

All­ge­mein ist das BEWUSSTE ATMEN eine sehr kraft­volle Methode, um aus der Ver­stan­des­ma­schi­ne­rie aus­zu­stei­gen und einen BEWUSSTEN RAUM in sich zu schaf­fen. Sie lässt sich leicht in Dei­nem All­tag inte­grie­ren und kos­test Dich nur ein paar Sekun­den an Zeit — ein paar Sekun­den, die Deine gesamte Erfah­rungs­welt deut­lich erhel­len können!

 

c) BEWUSSTES WAHRNEHMEN

d) AUF RAUMWAHRNEHMUNG UMSCHALTEN

e) ANNEHMEN-WAS-IST

Alles anzu­neh­men, wie es ist, bedeu­tet kei­nen inne­ren Wider­stand, also keine Nega­ti­vi­tät zu erzeu­gen, gegen das, was ist. Denn die Tota­li­tät des Seins – die­ser eine Augen­blick – ist nun mal, wie er ist. Die unmit­tel­bare ANNAHME DES SO-SEINS bringt Dich augen­blick­lich in Deine Mitte, in das JETZT!

Sich gegen das zu stel­len, was ist, ist hin­ge­gen haus­ge­mach­ter Schmerz und ändert nicht viel an der uner­wünsch­ten (inne­ren oder äuße­ren) Situa­tion. Im Gegen­teil: viel­mehr hält der Wider­stand sol­che Situa­tio­nen auf­recht oder ver­schlim­mert diese noch, wobei das innere, von Grund auf fried– u. lie­be­volle Wesen in uns, durch nega­tive Gedan­ken und Emo­tio­nen ver­schmutzt und voll­ends über­la­gert wird.

Umso mehr scheint es die Lieb­lings­be­schäf­ti­gung des Egos zu sein, mit der Außen­welt zu kon­kur­rie­ren, sich damit zu ver­glei­chen, wobei es sich selbst ent­we­der über Bege­ben­hei­ten, Dinge und Men­schen stellt, oder indem es sich dadurch unter­le­gen bzw. min­der­wer­tig fühlt. Wie auch immer, Haupt­sa­che es ent­steht in irgend­ei­ner Form Nega­ti­vi­tät und Tren­nung, denn nur hier­durch kann sich das Ego defi­nie­ren. Doch es ist die Annahme der inne­ren und äuße­ren Bege­ben­hei­ten, die uns wie­der mit der SEINSENERGIE der QUELLE verbindet!

ALLES ANNEHMEN BEDEUTET NICHT, ZU ALLEM UNEINGESCHRÄNKT JA ZU SAGEN!

Man darf Dinge, die sich gegen das Leben rich­ten, ruhig beim Namen­ nen­nen, dafür sen­si­bi­li­sie­ren bzw. ein Bewusst­sein schaffen.

Den­noch soll­ten wir dabei nicht in die­selbe Kerbe schla­gen, wie es der­zeit viele AUFKLÄRUNGSBEWEGUNGEN tun, indem wir mit dem Fin­ger auf into­le­rante, macht­be­ses­sene, ego­is­ti­sche Men­schen zei­gen und diese öffent­lich an den Pran­ger stellen.

Sie sind es näm­lich, die durch ihr UNBEWUSSTES HANDELN der­ma­ßen viel LEID über uns brin­gen, dass wir schließ­lich regel­recht dazu gezwun­gen sind, ZU ERWACHEN – sie erfül­len ledig­lich ihre Auf­gabe in die­ser Welt der pola­ren Gegen­sätze – wobei das GESETZ DES KAR­MAs schon für den gerech­ten Aus­gleich sor­gen wird, dass soll nicht unsere Ange­le­gen­heit sein.

Dies ist keine Ver­ant­wor­tungs­ab­gabe oder Beschö­ni­gung, son­dern Teil der Rea­li­tät des ALTEN BEWUSSTSEINSZUSTANDES, der nun sei­nem unaus­weich­li­chen Ende ent­ge­gen­läuft, weil wir uns eben­die­ser beschrie­be­nen Tat­säch­lich­keit bewusst wer­den!

Wir wer­den uns bewusst, dass es unser gegen­wär­ti­ger BEWUSSTSEINSZUSTAND ist, aus dem her­aus UNSERE WELT entsteht!

Daher ist jetzt viel­mehr eine FRIEDVOLLE ®EVOLUTION ange­sagt, die dadurch gekenn­zeich­net ist, dass wir selbst zu jener VERÄNDERUNG wer­den, die wir IM AUSSEN SEHEN WOLLEN, wie es einst schon ein Mahatma Gan­dhi fol­ge­rich­tig formulierte.

Wenn wir jedoch mit Nega­ti­vi­tät auf Nega­ti­vi­tät rea­gie­ren, dre­hen wir uns nur im Kreis und geben dem, gegen das wir kämp­fen, neue Ener­gie! Daher noch mal: WIR KÄMPFEN GEGEN NICHTS!

Wol­len wir wirk­lich eine lebens­wer­tere Rich­tung IM AUSSEN vor­ge­ben, so liegt es an uns, zunächst mal KLARHEIT UND FRIEDEN IN UNSEREM INNEREN zu schaf­fen! Dies scheint schon ein gutes Stück schwie­ri­ger zu sein, als mit dem Fin­ger auf offen­sicht­lich böse Men­schen zu zei­gen und sich selbst dabei bes­ser zu fühlen.

Aber der Schein trügt, denn jede WAHRE VERÄNDERUNG beginnt mit der ein­fa­chen Ent­schei­dung, BEWUSSTHEIT in die­sen einen AUGENBLICK zu bringen!

Wenn wir stets VERANTWORTUNG FÜR UNSER INNERES in die­sem Moment über­neh­men, d. h. keine innere Ver­schmut­zung mehr durch Nega­ti­vi­tät zulas­sen und somit die Ver­bin­dung zu unse­rer natür­li­chen Intel­li­genz wie­der­her­stel­len bzw. auf­recht­er­hal­ten, dann über­nimmt diese über kurz oder lang das Ruder in unse­rem Leben und wir wer­den ganz von selbst zu LEBENDEN VORBILDERN, die LICHT IN DIESE WELT BRINGEN!

Es ist uns mög­lich, ganz ohne Nega­ti­vi­tät in uns zu erzeu­gen, auf offen­sicht­li­che Miss­stände hin­zu­wei­sen! Aber wir hüten uns davor, diese zu bekämp­fen. Statt­des­sen suchen wir nach den ent­spre­chen­den Lösungs­mög­lich­kei­ten, wobei der erste Schritt darin besteht, zunächst mal Bewusst­heit in das eigene Leben zu brin­gen. Der Rest folgt dann von selbst!

Alles anzu­neh­men bedeu­tet dem­nach nicht, dass wir gezwun­gen sind, zu allem JA zu sagen, um es jeden recht zu machen. Wir sind nicht hier, um einer offen­sicht­lich KRANKEN WELT zu gefal­len – wir sind hier, um sie auf die oben beschrie­bene Weise zu ver­än­dern und zu HEILEN(mehr)!

 

f) NÜTZE BEZIEHUNGEN ZUR BEWUSSTWERDUNG

g) HAB KEINE BEZIEHUNG M. DIR SELBST, SEI DU SELBST

Zu CiB 6